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Der HSV !!
Das “Urgestein der Liga”, der “Bundesliga-Dino” seit nunmehr 40 Jahren Erstklassig und das als einziger Verein Deutschlands.
Als Gründungsdaten werden allgemein die des SC Germania Hamburg (15.2.1887) und des Hamburger FC 1888(1.6.188) genommen. Nach der Fusion der Vereine SC Germania1887, Hamburger FC 1888 und des FC Falke 1906 entstand am 1.6.1919 der HSV.
Schnell machte der neue Verein sich einen Namen und wurde bereits 1921 gegen Hannover 96 Norddeutscher Meister. 1922 stand man dann erstmals im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1.FC Nürnberg. Nach zwei Spielen in Berlin (2-2) und Leipzig (1-1) wurde der HSV in der Verlängerung in Leipzig regelkonform zum Meister ernannt, da sich verletzungsbedingt nur noch 7 Nürnberger Spieler auf dem Platz befanden. Am grünen Tisch bekam der HSV den Titel jedoch wieder aberkannt, da man den Nürnbergern noch eine dritte Chance geben wollte, welches der HSV ablehnte. Die Lösung in diesem Fall: Der Titel wurde dem HSV zugesprochen unter der Auflage, daß dieser eine Verzichtserklärung abgab.
Bereits ein Jahr später stand man wieder im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Am 10.Juni 1923 traf man in Berlin vor 65.000 Zuschauern auf das Team von Union Oberschöneweide. Nach Toren des legendären Tull Harder, Ludwig Breuel und Kalle Schneider wurde der HSV offiziell zum ersten Mal Deutscher Fußballmeister. Im folgenden Jahr konnte der HSV seinen Titel jedoch nicht verteidigen. Man unterlag im Finale Nürnberg mit 2-0. Bis zur Gründung der Bundesliga 1963 konnte der HSV noch zweimal Deutscher Meister werden - 1928 und 1960.
Am 14.August 1963 dann der erste DFB-Pokalsieg für den HSV. Es ist das letzte Finale vor der Einführung der Bundesliga. Mit 3-0 gewann der HSV in Hannover gegen Borussia Dortmund. Die Tore: 3x Uwe Seeler. In den Jahren 1976 (2-0 gegen Lautern) und 1987 (3-1 gegen die Stuttgarter Kickers) gewann der HSV dann nochmals den DFB-Pokal.
Die ersten 10 Jahre in der Bundesliga waren für den HSV ernüchternd. Die beste Platzierung war ein 5. Platz in der Saison 1970/71. Einzigst 1967/68 konnte man auf sich aufmerksam machen, als der HSV bis ins Endspiel des Europapokals der Pokalsieger vorstoßen konnte, um dort mit 0-2 gegen den AC Mailand zu verlieren.
Mit der Wahl von Dr. Peter Krohn zum HSV-Präsident 1973 begann der Aufschwung des HSV. Nicht nur finanziell auch sportlich konnte der Verein auf sich aufmerksam machen. 1973/74 erreichte man das DFB-Pokalfinale und konnte im UEFA-Cup bis ins Viertelfinale vorstoßen (0-2 und 0-0 gegen Juventus Turin). 1975/76 wurde der Club Vizemeister und stand im Halbfinale des UEFA-Cups (1-1 und 0-1 gegen den FC Brügge).1976 dann der ersehnte Titel für den HSV. Der HSV konnte nach 13 Jahren endlich wieder den DFB-Pokal (2-0 gegen den 1.FC Kaiserslautern) gewinnen.
Am 11.Mai 1977 dann der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Im Finale des Europapokals der Pokalsieger gewann der HSV in Amsterdam durch Tore von `Schorsch`Volkert und Felix Magath mit 2-0 gegen den RSC Anderlecht.
1979 dann die erste Deutsche Meisterschaft seit Gründung der Bundesliga. Ein Jahr später spielt der HSV abermals um den Titel. In der Woche der Wahrheit verliert man aber in Leverkusen und gegen Schalke und die Münchner Bayern werden Meister. Und in Madrid unterliegt der HSV vor 60.000 Zuschauern gegen Nottingham Forrest unverdient mit 0-1 in Finale des Europapokals der Landesmeister.
In der Saison 1980/81 wird der HSV abermals Vizemeister ehe 1981 der Österreicher Ernst Happel das Traineramt an der Elbe übernimmt. Gleich in der ersten Saison unter Happel erlangt der HSV seine 2. Deutsche Meisterschaft seit Bundesligagründung. Leider konnte anschließende der UEFA-Cup nicht gewonnen werden. Das Happel-Team unterlag dem IFK Göteborg mit 0-1 und dann in Hamburg gar mit 0-3.
Die Saison 1982/83 wurde dann zur erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Zunächst wurde der Titel des Deutschen Meisters erfolgreich verteidigt. Dann kam der 25.Mai 1983. Im Athener Olympiastadion stehen sich im Finale des Europapokals der Landesmeister der HSV und der favorisierte Italienische Meister Juventus Turin gegenüber. Durch das `goldene Tor`von Felix Magath gewinnt der HSV (nach dem FC Bayern München als zweite deutsche Mannschaft) mit 1-0 den Europapokal der Landesmeister.
In den folgenden Jahren kann der Verein nicht mehr an die Erfolge anknüpfen. Frühes aus im Europapokal und in der Meisterschaft Plätze zwischen 3 und 7. Als 1986 Günther Netzer als Manager den Verein verläßt, kann sein Nachfolger Magath zusammen mit dem in die Jahre gekommenen Trainer Happel 1987 zwar überraschend noch die Vizemeisterschaft und gegen den Zweitligisten Stuttgarter Kickers mit 3-1 den DFB-Pokal gewinnen, aber in den Jahren danach versinkt der HSV in Mittelmaß.
Ende der 80er Jahre steht es nicht gut um den HSV. Notverkäufe retten die Lizenz und sportlich gleicht die Fahrt des Vereins, die einer Achterbahn. Mal in den Uefa-Cup-Rängen (1990/91 und 1995/96) dann wieder gegen den Abstieg (1994/95 und 1996/97). Selbst der Wechsel in der Vereinsführung brachte da keine Wende. Als am 7.Nov.1995 Uwe Seeler mit 99,9% zum neuen Vereinspräsidenten gewählt wurde, glaubten viele an Besserung. Doch die Realität sah anders aus. Das von Seeler ausgegebene Ziel Champions League wurde weit verfehlt und der Verein schrammte haarscharf an der Katastrophe vorbei. Pfingsten 1997 wurde Trainer Magath entlassen und der HSV konnte sich gerade so in der Klasse halten.
Am 1. Juli 1997 sollte mit dem neuen Trainer Frank Pagelsdorf eine neue Aera beim HSV eingeläutet werden. Stadionumbau, Verlegung der Geschäftsstelle in den Volkspark sowie Bau eines Nachwuchszentrums in Ochsenzoll wurden in Angriff genommen. Sportlich konnte es für den HSV jedoch nicht schlechter gehen. Zu Rückrundenbeginn lag die Mannschaft von Trainer Pagelsdorf auf dem 18. Tabellenplatz !! Frühzeitige Spielerwechsel (Kmetsch zu Schalke und Salihamidzic zu Bayern München) sorgten neben den Problemen in der Vereinsführung (Seeler trat zum Saisonende zurück) für weitere Unruhe im und um den Verein. Zum Glück bewieß Pagelsdorf ein glückliches Händchen und der HSV startete eine Aufholjagd die ihn bereits 3 Spieltage vor Saisonende aus den Abstiegsrängen befreite.In der folgenden Saison 1998/99 wurde die Handschrift des Trainers immer deutlicher. Nachdem zunächst 12 neue Spieler kamen und 10 den Verein verließen, konnte sich der HSV mit Rang 7 für den UI-Cup qualifizieren.
Die Saison 1999/2000 begann für den HSV mit einer Enttäuschung. Zwar war das neue Stadion fertig aber leider mußte man sich im Finale des UI-Cups im Elfmeterschießen gegen Montpellier geschlagen geben. Dennoch: diese Saison wurde die beste des HSV seit Jahren !! Mit frischem Offensivfußball und einer stabilen Abwehr konnte die Mannschaft lange um die Meisterschaft mitspielen und erreichte am Ende mit Platz 3 die Qualifikation zur Champions League. Auch in der Vereinsführung wurden mit dem hauptamtlichen Präsidenten Werner Hackmann und dem Sportchef Holger Hieronymus neuen Konturen geschaffen.
Nach überstandener Qualifikation gegen den dänischen Verein Brondby IF Kopenhagen (2-0 und 0-0) konnte das Unternehmen Champions League in Angriff genommen werden. UND es kam wie es besser nicht hätte kommen können. Nach Jahren den Abstinenz traf der HSV am ersten Spieltag der CL vor heimischer Kulisse (48.500 Zuschauer) auf keinen geringeren als Juventus Turin. Es wurde ein Spiel über das man noch in Jahren sprechen wird. Juve führt bereits mit 3-1 als der HSV zur Aufholjagd bläßt. Ein Elfmetertor durch Torwart Butt und weiteren Toren durch Mahdavikia und Kovac brachten den HSV mit 4-3 in Führung ehe die Turiner zwei Minuten vor Ende der Partie durch einen Foulelfmeter noch ausgleichen konnten. Die neue Arena stand Kopf und er HSV schien auf einer Erfolgswelle zu schwimmen. Doch wie so oft kam es dann anders. Die große Belastung durch die Europapokalspiele und verletzungsbedingte Ausfälle ließen die Saison nicht so verlaufen, wie es sich viele im Umfeld des Verein gewünscht haben. In der Liga abermals nur Mittelmaß ( Platz 13) und in der CL das Aus nach der ersten Gruppenphase (trotz Sieg in Turin) bescherten dem Verein zwar einen neuen Einnahme- und Zuschauerrekord aber leider nicht den Verbleib auf internationaler Bühne.
Die Saison 2001/02 sollte - ohne zusätzliche Belastung durch den Europapokal - den Aufwärtstrend des Vereins fortsetzen. Doch es kam abermals ganz anders. Nach einem erneuten Fehlstart in der Liga mußte Trainer Pagelsdorf seine Koffer packen und Sportchef Hieronymus setzte sich für zwei Spiele erfolglos auf die Trainerbank. Als neuer Trainer wurde dann der Österreich Kurt Jara verpflichtet. Mit Jara erreichte der HSV dann am Ende Platz 11 - mit den wenigsten Punkten, die der Verein je in der Liga errungen hat.
In der folgenden Saison erreichte der HSV nach durchwachsenem Start und einer hervorragenden Rückrunde Platz 4. Somit die Qualifikation für den UEFA-Cup.
Euphorisch und durch den Sieg im Ligapokal gegen Bayern München im Glauben auf eine gute Saison bestätigt, ging es in die Saison 2003/04. Doch was so klasse begann, endete je mit dem Ausscheiden in Runde 1 des UEFA-Cups gegen Dnjepropetrovsk. Einige Wochen später waren auch die Tage von Kurt Jara beim HSV gezählt. Und so mußte sie die Vereinsführung erneut auf Trainersuche begeben. Neuer Chef wurde Klaus Toppmöller. Mit ihm erreichte der HSV noch Platz 8 und die Quali für den UI-Cup. Die Neuverpflichtungen Lauth, Mpenza und van Buyten lassen auf eine erfolgreichere Saison hoffen. Aber so geht es uns HSV-Fans doch fast jedes Jahr.
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