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Unentschieden in Cottbus
Wieder nur Unentschieden. Beim Aufsteiger in Cottbus kam der HSV nicht über ein 2-2 hinaus. Einen Tag nachdem der Wechsel von Boulahrouz zu Chelsea bekannt wurde, mußte der HSV-Trainer Doll seine Abwehr umstellen. Für die verletzten Atouba und Kompany spielten Klingbeil auf links und Demel in der Innenverteidigung. Dem HSV war die Verunsicherung anzumerken. Die Hanseaten kamen gar nicht ins Spiel und Cottbus hat zunächst mehr vom Spiel. Torchancen blieben jedoch Mangelware. Cottbus erzielt zwar ein Tor, daß wegen Abseitsstellung zurecht nicht gegeben wurde. Der HSV ist nur bei Standarts gefährlich. Dann in der 38. Minute überraschend die Hamburger Führung durch Sanogo. Der Stürmer zieht aus rund 20 Mietern ab und trifft genau in den Winkel. In der 2. Halbzeit wird`s turbulent. In der 55. Minute kommt Cottbus durch einen Handelfmeter zum 1-1. Jarolim klärt mit dem Arm auf der Linie. Hätte sogar Rot sehen können, da er bereits Gelb gesehen hatte. Cottbus kommt besser ins Spiel und geht in der 68. Minute mit 2-1 in Führung. Der HSV steckt nicht auf und kommt in der 70. Minute nach einer Ecke zum verdienten Ausgleich (Eigentor durch Ex-HSVer Ziebig). Dann der Aufreger des Spiels: da Silva geht Sanogo an, es kommt zur Rudelbildung und der unsichere Schiri Perl zeigt völlig unverständlich Demel die rote Karte. In den letzten Minuten passiert nicht mehr viel. Das Unentschieden geht so in Ordnung. Cottbus kämpferisch, der HSV im Aufbau zu ungenau, ohne Ideen und einem schwachen van der Vaaart. Die rote Karte für Demel sorgt außerdem für Probleme in der Innenverteidigung. Es besteht Handlungsbedarf bei der Personalpolitik !!!
Saisonstart der Bundesliga gegen Bielefeld
Er rollt wieder, der Ball in der Bundesliga. Doch so richtig auch wieder nicht. Zumindest was den HSV betrifft. 3 Tage nach der ernüchternden Nullnummer in der CL-Quali gegen Osasuna Pamplona stolpert der HSV gegen Bielefeld zu einem 1-1. Auf einigen Positionen hatte Trainer Doll die Truppe gegenüber der CL-Partie verändert und tat dem Spiel des HSV nichts gutes an. Atouba kehrte nach überstandener Verletzung auf die linke Verteidigerposition zurück und hätte doch lieber noch einige Tage pausieren sollen - er war einfach nur schwach. Demel rückte auf die “6er Position” vor die Abwehr und sah dort auch nicht wirklich gut aus. de Jong mußte dann rechts im Mittelfeld ran und hätte eigentlich bereits nach 30 Minuten ausgewechselt werden müssen. Selbst Ansprüche auf einem Stammplatz stellen und dann so eine Leistung abgeben -- der Holländer sollte in Zukunft lieber den Mund halten. Jarolim mußte somit die Seite wechseln und kam auf Links nicht so zur Geltung, wie gewohnt.
Rund 50.000 Zuschauer wohnten dem Bundesligastart in der AOL-Arena bei und sahen eine nicht gerade hochklassige Partie. Der HSV wirkte ein wenig Müde und bekam das Spiel nicht richtig in den Griff. Die Anspiele in die Spitze klappten nicht und so waren die Hausherren lediglich bei Standart gefährlich. Guerrero, Snoga und van der Vaart hatte die ersten Torchancen für den HSV. Bielefeld beschränkte sich zunächst auf die Defensive. Die beiden 4er-Reihen standen gut und so begannen die Arminen mit gelegentlichen Kontern. HSV-Schlussmann Sascha Kirschstein mußte bereits in der 14. und 16. Minute gegen zwei Schüsse von Ioannis Masmanidis sein ganzes Können aufbieten, um einen früheren Rückstand zu verhindern. In der 33. Minute viel dann durch Neuzugang Eigler das nicht unverdiente 0-1. In der 2. Halbzeit verstärke der HSV den Druck, doch Mahdavikia (47.), Guerrero (49.) und Reinhardt (57.) hatten mit ihren Schussversuchen zunächst Pech. Dann wechselte Trainer Doll aus. Für Atouba und Guerrero kamen Lauth und Trochowski und mehr Schwung ins Hamburger Spiel. Bielefeld fand in der Folge Offensiv kaum noch statt. In der 67. Minute war es dann so weit. Nach einer Eck köpft Neuzugang Sanogo zum 1-1 ein. Der HSV versucht immer wieder mit langen Bällen in den Gästestrafraum zu kommen, vergebens. Bielefeld verteidigt den Punkt, so daß der HSV lediglich in der Nachspielzeit durch Berisha die Latte trifft.
Ein aus Hamburger Sicht nicht gerade geglückter Saisonstart. Die Defensive steht zwar einiger Maßen sicher, doch aus dem Mittelfeld, das durch Trainer Doll immer wieder Umgestellt wurde, kommt noch zu wenig. Und der Sturm hat sich und die Bindung zur Mannschaft noch nicht gefunden. Viel Arbeit für das Trainerteam. Bleibt zu hoffen, daß sich die Mannschaft bald findet, die Neuen integriert werden und das HSV-Spiel wieder den Druck ausübt, wie in der erfolgreichen vergangenen Saison.
Nach Heimpleite gegen Bremen noch den 2. Tabellenplatz verspielt
Es sollte der krönende Abschluß der Saison werden - doch es kam anders !!!! Der HSV verliert mit 1-2 gegen Bremen und verspielt noch den 2. Tabellenplatz und somit die direkte Qualifikation für die Champions-League. Bremen traf durch Tore von Klasnic und Klose bei zwischenzeitigem Ausgleich durch Barbarez. 57.000 Zuschauer füllten das WM-Stadion Hamburg und bei bestem Fußballwetter wollte der HSV alles klar machen, doch... Nach gutem Beginn dann der erste Schock. Klasnic erzielt in der 27. Minute das etwas überraschende 0-1. Der HSV mußte reagieren, denn jetzt war Bremen vor dem HSV. Doch gute Torchancen durch Lauth und vor allem Ailton, der noch um seine Zukunft in Hamburg spielt, wurden nicht genutzt. Nach dem Seitenwechsel drückten die Rothosen immer mehr auf den Ausgleich. In der 51. Minute wurde David Jarolim von Christian Schulz im Strafraum umgehauen, doch Schiri Dr. Merk ließ weiterspielen. Das war ein klarer Elfmeter. Aber auch davon ließen sich die Hamburger nicht aus dem Konzept bringen und kamen durch einen Kopfball von Sergej Barbarez zum verdienten Ausgleich (59.). Von da an spielte der HSV befreiter auf und kam zu vielen großen Gelegenheiten. Die beste besaß erneut Ailton nach Zuspiel von Barbarez, doch der Brasilianer setzte den Ball aus sieben Metern neben das leere Tor (65.). Das hätte die Vorentscheidung sein müssen. Auch fünf Minuten später stand Ailton im Mittelpunkt, als er freistehend vor dem Werder-Tor Tim Wiese anschoss. Im Nachsetzen hatte auch noch Lauth die Möglichkeit zum 2:1, doch erneut stand Wiese im Weg und verhinderte den Hamburger Führungstreffer. Und wie es im Fußball eben manchmal so ist - nur 100 Sekunden später steht Klose goldrichtig und vollendet zum Bremer 2:1. Fortan rannte der HSV an, um doch noch das entscheidene 2:2 zu machen, doch es sollte nicht sein. Auf der anderen Seite war es sogar noch Glück, dass Tim Borowski einen fragwürdigen Elfmeter (83., Boulahrouz an Valdes) an den Pfosten setzte. So blieb es beim 1:2, das den Hamburger SV die Saison auf einem tollen dritten Platz beenden lässt. Ein Wort zum schwachen Schiri Merk noch: Der Lauterer, dessen Club den Weg in die 2. Liga antreten muß, hat mal wieder den HSV verpfiffen. Einen klaren Elfer nicht gegeben, einen weiteren möglichen Elfer verweigert, einige falsche Abseitspfiffe zu Ungunsten des HSV und zu guter letzt noch einen fragwürdigen Elfer für Bremen gepfiffen. Deutschlands WM-Schiedsrichter hat mal wieder einen schlechten Tag gehabt und mal wieder zu Ungunsten für den HSV. Dieser Mann kann dem Verein 10 mio Euro kosten, sollte die CL-Qualli schief gehen. Dennoch hätte der HSV das Spiel nicht verlieren brauchen. Wenn der HSV und vor allem Ailton eine seiner klaren Torchancen genutzt hätte, ja dann... Er hat es nicht, der HSV hat verloren und für eine Vertragsverlägerung hat sich der Brasilianer nun auch nicht gerade stark gemacht. So sieht es nach dem Abgang von Beinlich (Rostock) und Takahara (Frankfurt) wohl auch nach einem Abgang von Ailton aus. Bleibt jetzt nur noch die Fragen nach Barabarez, van Buyten und Reinhardt und vor allem gegen wen der HSV in der CL-Qualli ran muß.
HSV verspielt 2malige Führung in Berlin
Was war das denn ??!!?? 2mal geht der HSV in Berlin in Führung, spielt ab der 59. Minute nur noch gegen 10 Mann, nachdem der Berliner Neuendorf wegen Schwalbe vom Platz gestellt wurde. Und jetzt kommt es am letzten Spieltag zum Endspiel gegen Bremen, um den direkten Einzug in die CL. Der HSV hat nur noch einen Punkt Vorsprung und muß zumindest Unentschieden spielen, um den sicher geglaubten 2. Tabellenplatz zu halten.
Wir sind morgens um 6 Uhr in Niebüll mit dem vollbesetzten Bus Richtung Hauptstadt gefahren. Bestes Wetter, beste Laune, die Taschen voller Getränke und den Kopf voller Vertrauen. Das kann bei unser Auswärtsstärke auch in Berlin nicht schief gehen. Zumal die Hertha in der Woche gegen Leverkusen mit 1-5 abgeschossen wurde. Kurz nach 13 Uhr sind wir in Berlin angekommen und beim Einlass ins Stadion gab`s dann auch noch ein Freibier-Coupon. Die Hütte war ausverkauft (74.218) und aus Hamburg fanden über 15.000 Suporters den Weg in die Hauptstadt. Nach einer kurzen Phase des Abtastens wagte sich der HSV nach vorne - und wie: Bei einem indirekten Freistoß stoppte Atouba das Leder für Trochowski. Der Hamburger hielt aus knapp 30 Metern drauf. Der Ball flog rechts an der Mauer vorbei und schlug links unten ein. Fiedler streckte sich vergeblich (10.). Berlin zeigte sich wenig beeindruckt, kombinierte munter nach vorne und erzielte nur drei Minuten später den Ausgleich: Neuendorf setzte Marcelinho mit einem schönen Pass in Szene. Der Brasilianer wurde von Kirschstein, Mahdavikia und Boulahrouz attackiert und verstolperte das Leder, das wieder bei "Zecke" landete. Der Berliner fackelte nicht lange und zog aus 17 Metern ab. Mahdavikia versuchte noch per Kopf auf der Linie abzuwehren, doch die Kugel zappelte im Netz.
 In der Offensive waren die Berliner stets für eine gefährliche Aktion gut, in der Defensive hatten sie aber Probleme in der Abstimmung. Dies belegte Gilberto mit seinem katastrophalen Fehlpass in der 19. Minute: Der Brasilianer wollte zu Fiedler zurückköpfen, Lauth fing den zu kurzen Pass ab und schlenzte das Leder allein stehend um Fiedler herum ins Tor zur erneuten Führung. In der Folgezeit kontrollierten die Hamburger die Szenerie. Mit mehr Feldanteilen hielten sie die Berliner vom eigenen Strafraum fern und setzten gelegentlich gefährliche Angriffe. Die beste Chance dabei hatte Barbarez in der 28. Minute, als Fiedler seinen 20-Meter-Schuss mit den Fingerspitzen noch an die Latte lenken konnte. Im Nachschuss gegen Ailton rettete der Hertha-Keeper mit einem klasse Reflex. Dies war für die Berliner wie ein Weckruf, denn danach legte die Götz-Elf wieder zu. Die "Alte Dame" baute zunehmend mehr Druck auf und kam über ihr gutes Kombinationsspiel zu Torchancen. Zunächst schoss Marcelinho aus 17 Metern knapp drüber (36.), dann war Kirschstein bei seinem Schuss aus spitzem Winkel nach einem Doppelpass zur Stelle (40.). Schließlich war Kirschstein bei Pantelics Kopfball nach Friedrich-Flanke schon geschlagen, doch das Leder knallte gegen den Pfosten (41.). So blieb es beim 1:2 zur Pause. Nach dem Seitenwechsel gaben wieder die Hanseaten den Ton an. Der HSV spielte schwungvoll und kombinationsstark nach vorne. Doch in letzter Konsequenz waren die Angriffe zu ungenau. Eine Riesenmöglichkeit hatte wieder Barbarez, doch auch diesmal traf der Hamburger nur Aluminium (49.). Berlin rappelte sich danach wieder auf, drängte den Kontrahenten zurück und machte es besser als in der Schlussphase des ersten Durchgangs: Marcelinho flankte von der rechten Seite einen Freistoß in den Strafraum. Madlung hatte sich von Barbarez gelöst und wuchtete das Leder aus zwölf Metern direkt in den rechten oberen Torwinkel - Ausgleich (55.). Danach witterten die Berliner Morgenluft. Doch Neuendorf war übermotiviert und wollte mit einer Schwalbe einen Elfmeter schinden. Schiedsrichter Wolfgang Stark zögerte nicht lange und verwies den bereits verwarnten "Zecke" mit einer Ampelkarte des Feldes (59.). Hertha steckte nach der Dezimierung nicht auf, der HSV verlor völlig die Ordnung. Ähnlich dem Tor zuvor flankte Marcelinho einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum. Kovac wurde nicht angegriffen und kam am zweiten Pfosten aus fünf Metern zum Kopfball, weil Atouba den Kroaten einfach laufen ließ. Kirschstein, der stehen blieb, bekam den Ball nicht mehr zu fassen. Berlin ließ nicht locker und setzte noch einen drauf: Marcelinho bediente Gilberto, der aus zentraler Position den Ball schnippeln wollte, Kirschstein will den Ball festhalten anstatt das Leder nach außen abzuwehren. Der Ball landet direkt vor Pantelic und der legte die Kugel am HSV-Keeper vorbei und netzte ein.
Im direkten Gegenzug markierte der HSV beinahe den Anschlusstreffer, doch Fiedler hatte etwas dagegen. Der Keeper hechtete zunächst nach einem gefährlichen Trochowski-Weitschuss, den Nachschuss von Lauth rettete der Torwart mit einem guten Reflex. Die entkräfteten Hamburger konnten sich danach nicht mehr aufbäumen, Hertha spielte sein Pensum locker runter. Und gewinnt auf Grund der 2. Halbzeit nicht unverdient mit 4-2.
Bevor wir enttäuscht die Rückfahrt antreten können, müssen aber noch 2 Deppen gefunden werden, die den Weg zurück zum Bus nicht mehr gefunden haben. Mit 30 minütiger Verspätung ging es dann zurück Richtung Heimat.
Arbeitssieg in Köln
Mit einem schmeichelhaften 1-0 Sieg beim Absteiger in Köln wart sich der HSV seine Chance auf den Titel und die direkte CL-Platzierung. Ein Tor durch Barabrez in der 3. Minute sorgte bereits frühzeitig oder eher zu früh, für die Entscheidung zugunsten des HSV. Denn nach der Führung spielte nur noch Köln, das seine letzte Chance auf den Klassenerhalt wahren wollte. Doch egal was die Kölner versuchten, der HSV hatte die passende Antwort oder das Glück auf seiner Seite. Egal, am Ende steht nur der Sieg und das Ergebnis. Hamburg wahr seien Chance und Köln ist auf Grund der anderen Ergebnisse abgestiegen.
Nach Heimpleite gegen Leverkusen Meisterschaft in weiter Ferne
So ungerecht kann Fußball sein. Der HSV gibt 33 Torschüsse ab und verliert dennoch mit 0-2 gegen Leverkusen und kann sein Meisterschaftsträume wohl begraben. Sie feuerten vor allem in der 1. Halbzeit aus allen Lagen und Trafen das Tor doch nicht. Entweder trafen sie den Pfosten oder sie scheiterten am hervorragenden Torwart Butt.
Trainer Doll mußte auf die verletzten van Buyten, van der Vaart, Wicky, de Jong, Laas, Fillinger und den gesperrten Takyi verzichten, zumindest konnte Jarolim auflaufen. Dennoch begann der HSV wie die Feuerwehr. Demel (3.Min), Trochowski (5.Min) und Ailton (6.Min) gaben erste Torschüsse ab. Leverkusen stand in der Abwehr vor schier unmöglichen Aufgaben. Doch mit dem ersten Angriff gehen die Rheinländer nach einer sehenswerten Kombination durch Rolfes (8.Min) in Führung. Die Doll-Elf zeigte sich nicht geschockt. Angriff auf Angriff brandete auf das Butt-Tor. Doch weder Ailton (10.), Lauth (16.) noch erneut Ailton bei seiner zweiten Großchance (23.) konnten den Bayer-Schlussmann überwinden. Die Leverkusener Defensive wurde sicherer und im Angriff kamen die Gäste in der Folge auch zu guten Torchancen. Doch Berbatov (24.Min) und Barnetta (45.Min) scheiterten am Fehlerfreien HSV-Keeper Kischstein.
Unverändert kamen beide Teams aus der Kabine, in der der Schwung der ersten Halbzeit wohl geblieben war. Der HSV blieb zwar spielbestimmend aber die Torchancen blieben aus. Erst Barbarez, der nun immer wieder in die Spitze aufrückte, prüfte Butt mit einem gefährlichen Schuss aus 16 Metern (59.). Pech hatte Demel eine Minute später, als ein Kopfball aus fünf Metern genau in seinen Armen des Keepers landete.
 Die Schwächephase der Heimelf war mit diesen beiden Torchancen beendet. Der Tabellenzweite wurde wieder stärker, wobei das viel zu passive Leverkusen, das mit Mann und Maus verteidigte, seinen Teil zur Überlegenheit der Hausherren beitrug. Lauth köpfte nach einer Flanke von Takahara am Fünfmeterraum Stenman an, der zur Ecke abfälschte (71.).
 Die Entscheidung zu Gunsten der Rheinländer fiel dann nach einem Konter: Barnetta spielte aus halblinker Position diagonal an den Strafraum zu Freier. Der Stürmer setzte sich gegen Atouba durch und bezwang dann Kirschstein mit einem Schrägschuss, der im linken unteren Eck einschlug (77.).
 Danach kam der HSV trotz aller Bemühungen nicht mehr zurück. Zu viel Kraft hatte die Doll-Elf bei ihrem vergeblichen Ansturm gelassen, so dass Bayer den fünften Sieg in Folge mühelos über die Zeit brachte.
Aus und vorbei. Die 4. Heimniederlage der Saison beendet die Träume vom Titel. Doch die Hamburger waren in dieser Partie selber Schuld. Wer so viele hochkarätige Torchancen nicht nutzt, darf sich am Ende nicht über die Niederlage beschweren. Jetzt bleibt es den 2. Tabellenplatz zu sichern, um in der nächsten Saison in der CL zu spielen.
10. Auswärtssieg der Saison - 2-0 Sieg in Duisburg
Nicht mehr als nötig tat der HSV vor nur 28.000 in Duisburg, um sein 10. Auswärtssieg der Saison zu verbuchen. Hinten konzentriert und Vorne effektiv, so der HSV beim zukünftigen Zweitligisten. Nach verhaltenem Beginn nutzten die Hamburger in der 24. Minute der erste Torchance zur Führung. Doch die Duisburger mußten sich doppelt ärgern. Vorne können sie gute Chancen nicht nutzen und Hinten schießen sie sich die Dinger selber rein - Eigentor durch Möhrle. 6 Minuten später dann bereits die Entscheidung. Barbarez schickt Ailton auf die Reise und der überwindet Torwart Koch zum 2-0. Der Rest ist schnell erzählt. Der HSV spult sein Programm runter. Steht Hinten sicher und tut ansonsten nicht mehr als nötig - Arbeissieg halt oder clever, wie ein ein möglicher Meister. Es bleiben aber weiterhin 4 Punkte Rückstand auf München (2-1 gegen Bielefeld), doch Bremen und Schalke spielen jeweils nur 1-1 und verlieren an Boden.
Arbeitssieg gegen Gladbach - nur noch 4 Punkte hinter den Bayern
Es dauerte, bis der HSV auf Betriebstemperatur kam. Nach neun Minuten setzte die Doll-Elf das erste Ausrufezeichen: Ailton bediente van der Vaart, der kurz vor dem Toraus auf Lauth flankte. Der Stürmer nahm das Leder direkt, doch Keller klärte per Faustabwehr. Fortan kontrollierten die "Rothosen" die Szenerie. Die Hausherren ließen den Ball gut laufen, setzten mit schnellem Kombinationsspiel ihren Kontrahenten unter Druck und fanden die Lücken in der Abwehr der "Fohlen", wie beispielsweise van der Vaart in der 15. Minute, als er Ailton mustergültig anspielte, doch der "Kugelblitz" traf nur den Innenpfosten. Der Ball sprang wieder ins Feld zurück.
 Nach gut 20 Minuten traute sich die Borussia vermehrt nach vorne und befreite sich damit aus der kurzzeitigen Umklammerung der Hamburger. Die Köppel-Elf brachte die Abwehr der Nordlichter auch ins Wanken. Aber Rafael konnte aus einem Missverständnis zwischen Kirschstein und Reinhardt keinen Profit schlagen, da sein Pass den Adressaten nicht fand (19.). Sechs Minuten später übersahen Reinhardt und Atouba Rafael, doch Kirschstein war zur Stelle (25.).
 Gerade in der Phase, als Gladbach das Hamburger Übergewicht egalisierte, schlug der HSV zu: Barbarez wollte an Keller vorbeigehen, der den Bosnier berührte. Der Hamburger kam zu Fall, und Schiedsrichter Knut Kircher zeigte auf den Punkt. Van der Vaart schnappte sich die Kugel und verwandelte souverän (34.).
 In der 45. Minute hätte Schiri Kircher nach einem Foul an Mahdavikia erneut auf den Elfmeterpunkt zeigen müssen, doch der fällige Strafstoß blieb aus.
 Nach dem Pausentee schienen beide Teams noch gedanklich in der Kabine geblieben zu sein, denn viele Abspielfehler prägten das mittlerweile zerfahrene Spiel. Die Hamburger erspielten sich eine optische Überlegenheit, aber keine Chancen. Der letzte Pass kam nicht an, da die "Fohlen" die Räume in der eigenen Hälfte eng machten.
 Beide Teams zeigten nicht gerade ansehnlichen Fußball. Torchancen blieben Mangelware. Auch in der letzten Viertelstunde stieg das Niveau der Partie nicht mehr an. Viele Aktionen blieben Stückwerk, Tormöglichkeiten Mangelware. Ohne nennenswerte Höhepunkte plätscherte die Partie vor sich hin, bis zur Nachspielzeit: Trochowski sah bei einem Konter die Lücke und passte in den Lauf des eingewechselten Takahara. Der Japaner ließ Thijs stehen und schob das Leder mit links an Keller vorbei zum 2:0-Endstand ein. Der HSV festigt seine Ansprüche auf die CL-League. Auf Schalke beträgt der Vorsprung nun bereits 9 Punkte, auf Bremen weiterhin 3 und der Abstand auf die Münchner Bayern verkürzt sich auf nun 4 Punkte. Die Bayern schwächeln und der HSV siegt das Lied von den “10 kleinen Negerlein” - da waren`s nur noch 4 !!!
Sieg auf Schalke
Es war ein so genanntes 6-Punkte-Spiel in der Veltins-Arena zwischen Schalke 04 und dem HSV. Die Hütte war voll und rund 7000 HSVer waren vor Ort. Die Partie begann schwungvoll. Lauth hat in der 3. Minute die erste klare Torchance für die Hamburger. Barbarez schick den Stürmer auf die Reise, doch Lauth triff nur die Latte. Auch die nächste Chance hat der HSV. Barbarez kommt frei vor Rost zum Schuß, doch der Schalker hält. Dann die ersten Chancen für S04 durch Lincoln und Kuranyi doch Kirschstein und die Latte retten für Hamburg. Dann die Schlussenscene des Spiels. Barbarez foult Lincoln es kommt zur Rudelbildung und Rafinha schlägt van der Vaart ins Gesicht. Rot für den Schalker. In der Folge wird die Partie ruppig und hart. de Jong, Ernst, Atouba sehen gelb, wobei der Holländer auf Grund der 5.gelben Karte für`s nächste Spiel gegen Gladbach gesperrt ist. Die erste Halbzeit geht dann ohne weiteren Torchancen zu Ende. In der 2 Halbzeit kommen Ailton und Klingbeil für de Jong und Trochowski. Das Spiel beruhigt sich wieder und der HSV hat durch Ailton in der 49. Minute die erste Chance. In der 57. Minute wird dann van der Vaart von Poulsen gefoult. Aus 36,5 Metern schlägt der Gefoulte den Ball in den Strafraum. Der Ball fliegt an Freund und Feind vorbei, rutscht Kristajic ganz leicht über den Kopf und landet im Tor. 1-0 für den HSV. Schlake in Unterzahl versucht es mit Standards doch die Bälle kommen zu ungenau und landen neben dem Tor oder in den Händen von Kirsche. Dann die Endscheidung: 79. Minute Ailton spielt links auf Lauth, der legt den Ball gekonnt an Kristajic vorbei. Ailton übernimmt und geht frei auf Rost zu, spitzelt den Ball lang am Keeper vorbei - 2-0 für den HSV. Schalke versucht noch alles aber die Hamburger lassen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und bringen das Spiel ruhig und gelassen nach Hause. Hamburg übernimmt wieder den 2. Tabellenplatz und hat jetzt 7 Punkte Vorsprung auf S04.
Heimfluch gegen Dortmund hält an
Seit 1997 hat der HSV nicht mehr zu hause gegen den BVB gewonnen - auch dieses Jahr nicht. Der Gast aus Dortmund gewinnt nicht unverdient mit 4-2. Zwar bringt Ailton den HSV in der 67. Minute in Führung aber 2 “Sonntagsschüsse” durch Rosicky und Kringe bringen den BVB auf die Siegerstraße. In der Nachspielzeit fällt dann sogar noch der 4. Gästetreffer, da alle HSV-Spieler im gegnerischen Strafraum waren. Dortmund versteckt sich in Hamburg nicht, der HSV kommt schwer ins Spiel. So gehen die Gäste auch in der 25. Minute nach einem Abwehrfehler mit 1-0 in Führung. Die Hamburger kommen so langsam in Schwung und so makiert Benny Lauth in der 35. Minute den Ausgleich. In der 2. Halbzeit das gleiche Bild. Dortmund steht gut, der HSV tut sich schwer, die Spitzen einzusetzen. Spielmacher van der Vaart war ein Totalausfall und mußte Ailton in der 61. Minute Platz mache. Der kann zwar 6 Minuten später den Führungstreffer für den HSV erzielen, doch postwendend kommen die Gäste zum Ausgleich (68. Minute). Hamburg bring nach vorne nicht nennenswertes mehr zu Stande, die Dortmunder erzielen dahingegen in der 83. Minute durch einen Fernschuß von Kringe die 3-2 Führung und nehmen so wieder einmal die Punkte aus Hamburg mit. In der Nachspielzeit trifft erneut Rosicky ins leere HSV-Tor zum 2-4 Endstand. Die Niederlage des HSV geht in Ordnung. Die Abwehr stand nicht gut, der Spielaufbau war mangelhaft, lediglich die Stürmer Lauth, Barbarez und Ailton konnten ansatzweise überzeugen. Die Ordnung, gerade in der Defensive, hat gefehlt und Spielmacher van der Vaart konnte zu keinem Zeitpunkt sein Spiel aufziehen.
Mit Auswärtssieg in Wolfsburg 2. Tabellenplatz behauptet
Drei Tage nach dem bitteren Aus im UEFA-Cup zeigte sich der HSV gut erholt. Doch die Hausherren kammen zunächst besser in die Partie und hatten durch Sarpei und Hanke die ersten Chancen. Nach einer viertel Stunde übernehmen die Hamburger aber das Geschehen. Kann Jentzsch in der 20. Minute noch gegen de Jong klären, so muß er zwei Minuten später hinter sich greifen. Barbarez spielt aus dem Mittelfeld steil auf Lauth, der 24-Jährige setzt sich gegen Quiroga durch und verwandelte abgeklärt aus halblinker Position ins rechte Eck.In der Folge blieben die Hanseaten Spiel bestimmend. Die Doll-Elf störte das Wolfsburger Aufbauspiel frühzeitig, so dass die Augenthaler-Elf nur noch selten vor das Tor von Kirschstein kamen. Für die Hamburger hatten dagegen van der Vaart und van Buyten weitere Tormöglichkeiten. Barbarez vergab per Heber kurz vor der Pause die klarste Chance. Hamburg zog sich nach Wiederbeginn tief in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Konter. Die Wolfsburger hatten so zwar mehr Ballbesitz, fanden gegen den massierten Abwehrriegel des HSV kein Mittel, um für Torgefahr zu sorgen. So plätscherte die Partie ohne nennenswerte Höhepunkte bis zum Abpfiff des umsichtigen Schiris Brych dahin.Ohne allzu großen Aufwand setzten sich die Hamburger im Stil einer Spitzenmannschaft durch. Vor allem in der zweiten Hälfte verteidigten die Hanseaten den knappen Vorsprung clever und weitgehend souverän. “Ein gutes Pferd springt halt nicht höher als es muß”, ist man geneigt zu sagen, hätte man nicht so seine leidvollen Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht. So zitterte man sich als Fan bis zum Abpfiff durch und war am Ende erleichtert, dass das Hamburger Bollwerk gehalten hat.
Erst einzigartige Schneepanne dann klarer Sieg gegen K´Lautern
Der Hamburger SV hat sich auch von einer bislang einzigartigen Schnee-Panne in der AOL-Arena nicht aus dem Tritt bringen lassen und den Abstand auf Spitzenreiter FC Bayern München auf nur noch sechs Punkte verkürzt.
Drei Tage nach der bitteren 0:2- Niederlage im UEFA-Pokal bei Rapid Bukarest gelang den Hanseaten beim wegen Schneemassen auf dem Stadiondach mit 75 Minuten Verspätung angepfiffenen Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntagabend ein verdienter 3:0 (0:0)-Erfolg.
Das Führungstor von Benjamin Lauth (55. Minute), ein Eigentor von Fabian Schönheim (61.) und ein Elfmetertor von Rafael van der Vaart (86.) machten das Meisterschaftsrennen in der Fußball-Bundesliga wieder spannend und brachten den HSV als Tabellen-Zweiten in die beste Ausgangsposition im Kampf um die Champions-League-Plätze.
Höhenretter und Feuerwehrleute hatten das Dach der Osttribüne vom Schnee befreien müssen, der sonst zu einer Gefahr für Zuschauer und Spieler hätte werden können. Zudem wurde ein Hubschrauber eingesetzt, der den Schnee vom Dach wehen sollte. Die Hamburger hätten frühzeitig von den wetterbedingten Problemen gewusst und nicht rechtzeitig reagiert, beschwerte sich Wolf. Alle Spieler mussten sich zwischen Feuerwehrmännern warm laufen. Die 44 460 Zuschauer hatten zuvor mehr als zwei Stunden aus Sicherheitsgründen keinen Einlass ins Stadion erhalten.
HSV-Trainer Thomas Doll hatte drei Tage nach der UEFA-Pokal-Pleite in Bukarest noch eine Überraschung parat. Im Tor stand Sascha Kirschstein statt Stefan Wächter, der von Doll das erste Gegentor in Rumänien angekreidet bekommen hatte. Viel Arbeit hatte der 25-Jährige aber nicht, denn der HSV bestimmte gegen die wie ein Absteiger auftretenden Gäste die Partie. Die besten Torchancen boten sich Sergej Barbarez (21./32.). Später rettete der 19 Jahre alte FCK- Torwart Florian Fromlowitz gleich mehrfach gegen van der Vaart, Mehdi Mahdavikia (41.) und einen Distanzschuss von Thimothee Atouba (44.). Vom FCK, der zudem die Knöchelverletzung von Stürmer Halil Altintop zu beklagen hatte, war nichts zu sehen.
Nach der Halbzeitpause brachte Doll Guy Demel und Lauth, und die Taktik ging auf. Eine Kopfballverlängerung von Demel nach van der Vaart-Ecke nutzte Lauth zu seinem dritten Saisontor. Sechs Minuten später war van der Vaart auch am zweiten Treffer beteiligt. Seine Flanke köpfte der junge Schönheim ins eigene Tor. Den Elfmeter kurz vor Schluss nach vermeintlichen Foul an David Jarolim verwandelte der Niederländer selbst. Zuvor war Ailton viereinhalb Wochen nach seinem Kieferbruch zu seinem Comeback gekommen, hatte aber in 17 Minuten Spielzeit keine Torchance.
Historischer Sieg in München - die Festung ist gestürmt !!!
Wem sagt das Datum 24. April 1982 noch etwas ? Es war der Tag des letzten HSV-Sieges in München - bis zum 04. März 2006l. DER HSV SCHLÄGT DEN FC BAYERN MÜNCHEN MIT 2 - 1. Ein historischer Sieg, der fast 24 Jahr auf sich warten ließ.
Wie jedes Jahr machten wir uns auf den Weg Richtung München. Die “bis wir gewinnen”-Tour wurde wieder in Angriff genommen. Einige flogen, einige fuhren mit dem IC und einige fuhren mit dem Sonderzug gen München. Wir machten uns am Freitagabend um 20 Uhr auf nach Hamburg, um den Sonderzug ab Harburg (Abfahrt 0.10 Uhr) zu nehmen. Alles ließ sich gut an. Die NOB war pünktlich und die Laune bestens. In Harburg angekommen warteten alle auf den Sonderzug, doch der ließ auf sich warten. Erst sollte es 30 Minuten später los gehen, doch am Ende mußten wir frierend rund 2 1/4 Stunden auf den Zug warten. Uns wurde erzählt, daß keine Lok zur Verfügung stand - wie ist so was nur möglich !!!!! Aber egal. So wurde die Kälte mit Alkohol vertrieben und die Supporters verteilten T-Shirt - .gesponsert durch die Holsten-Brauerei - mit der Aufschrift “Heute ist nur Training”...Um 2.15 Uhr ging es dann endlich los. Erst einmal im Abteil aufwärmen und etwas essen. Die Fahrt war kurzweilig aber nach einigen Stunden überkam dann auch dem letzten die Müdigkeit. Um 11.30 Uhr sind wir dann in München mit 2 Stunden Verspätung angekommen, doch wir hatten noch genug Zeit um im “Augustiner” ein Bier zu trinken und etwas zu essen - was ißt man in Bayern außer Weisswurst, Haxen natürlich. Da wir uns das Stadion noch in Ruhe ansehen wollten, machen wir uns zeitig auf den Weg zur U-Bahnstation. Unser Glück. Denn in München fährt nur eine Linie (die U6) zum Stadion. Also mußten wir in einer vollgestopften U-Bahn ganze 14 Stationen bis zum Stadion fahren. Ach nein. Nach der langen (20 Minuten) Fahrt kam ja noch der Fußmarsch zum Stadion. Der Weg ist vergleichbar mit der Länge von Stellingen zur AOL-Arena und es gibt kein Schuttle-Service wie in Hamburg. Da sage mir noch einer, daß wir in Hamburg eine schlechte Stadionanbindung haben. Der Einlaß ging hingegen sehr schnell. Zahlreiche Eingänge verringerten die Wartezeit. Aber es wäre doch nicht schlecht, wenn auf dem Weg ein Wegweiser zur Orientierung vorhanden gewesen wäre. Im Stadion angekommen hatten wir noch 30 Minuten bis Spielbeginn. Also ein paar Fotos schießen und dann eine Geldkarten holen und sich mit Wurst und Bier stärken. Das Spiel beginnt dann, wie erwartet. Die aus München haben die ersten Chancen doch nichts bedrohliches. Dann die 16. Minute. Freistoß für den HSV von links. Ballack verlängert. Demel steht völlig frei und verläd Olli K. im Tor. 0-1 JAAAAAAAAAAA. Kaum zu glauben, wir führen... Und wer jetzt befürchtet hat, daß die Bayern uns in Grund und Boden spielen würden, der sah sich eines besseren belehrt. Der HSV bestimmt das Geschehen auf dem wohl schlechtesten Platz der Bundesliga und der Schneefall tat sein übriges. Die Hausherren finden kaum statt und unsere Jungs zeigen die wohl beste Leistung in München seit Jahrzehnten. Keine Chancen für die Magath-Elf und die sollte sich bis Mitte der 2. Halbzeit auch nicht ändern. Doch so langsam kommen die anderen besser in die jetzt etwas zerfahrene Partie. Magath hatte reagiert und 3mal gewechselt. Unter anderem kam Scholl in die Partie und sollte dann auch in der 83. Minute den Ausgleich erzielen. Scheiße !!! Alles läuft also wie immer. Wir sind nicht schlechter als die und verlieren am Ende doch noch. DOCH DIESMAL NICHT !!!! Unsere Jungs halten dagegen. Stellen sich nicht hinten rein sondern spielen weiter auf Angriff. Dann die 89. Minute !!! Freistoß für den HSV. Der überragende Madavikia schlägt den Ball vor das Tor und Nigel de Jong steigt hoch UND KÖPFF DEN BALL INS TOR. 2-1 für den HSV und nur noch wenige Minuten zu spielen. Die mitgereisten 6500 HSVer sind aus dem Häuschen. Doch die 3 Minuten Nachspielzeit wollen nicht verrinnen. Alle sind angespannt - nur nocht noch einmal in der Nachspielzeit den Ausgleich kassieren. Doch die Jungs lassen nichts mehr anbrennen. WIR HABEN GEWONNEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Die Hütte brennt und die Bayern-Fans sind in Windeseile verschwunden und so gehört das Stadion uns und der Mannnschaft. Alle tanzen und feiern den ersten Sieg in München seit annähernd 24 Jahren und den ersten Gästesieg in der Arroganz-Arena gegen die aus M... Dieser Sieg muß gefeiert werden. Also nichts wie ab die die “Münchner Raute” und die ist wirklich klasse. Respekt !! Im Zwischendeck der Arena gibt es 2 Lokalitäten für Otto-Normal-Fan. Faßbier in Gläser (keine Plastikbecher) und zahlreiche Gerichte (Nudeln, Salate, Haxen usw.) sind zu bekommen. Also ran an die Bar. Leider konnten wir uns nicht so lange dort aufhalten, wie die “Flieger”, die noch einen Tag länger in M. bleiben sollten. Also ging es nach ein paar Bier zurück zur U-Bahn. Dort mußten wir dann geschlagenen 17 Minuten auf die Bahn warten. Ein Unding. Doch wir hatten noch genug Zeit um die wohl günstigste Wurst Münchens zu essen ( der Würststand wollte Feierabend machen und hat die letzten Bratwürste für ein Euro pro Stück verkauft). Ein Bier zum Abschuß und ab zum Sonderzug. Der fuhr dann um 21.38 Uhr pünktlich ab. Die Partie konnte weitergehen. Während unser eins sich im Tanzwagen dem Alkohol hingab, waren auch die “Flieger” im zugeschneiten München am Feiern. Doch die Katerstimmung sollte am Sonntag folgen. Wie jeder wohl mitbekommen hat, ist München und der restliche Süden der Republik im Schnee versunken, so daß der Flug nach Hamburg abgesagt wurde. Was nun ? Das Gro der Truppe hat sich mit dem ICE auf den Weg gen Hamburg gemacht und sind am Sonntagabend gegen 23 Uhr in Niebüll angekommen. Einige saßen Montagmittag noch in München fest. Wir hingegen sind in Hamburg-Harburg überpunktlich angekommen ( eine Stunde vorher), hatten in Altona noch Zeit zu Frühstücken und waren dann um 10 Uhr wie geplant zurück in Niebüll. Für uns rundherum (bis auf die 2 Stunden Wartezeit) eine gelungene Tour und endlich ein Sieg in München.
Heimpleite gegen Stuttgart
Der HSV verliert sang- und klanglos und verdient mit 0-2 gegen den VfB Stuttgart. Und rutscht in der Tabelle auf Platz 3 ab. Außerdem müssen die Hamburg beim Auswärtsspiel in München auf Kapitän van Buyten verzichten, der kurz vor Spielende die gelb-rote Karte sieht. Wicky muß auf Grund der 5. gelben Karte pausieren.
Auswärts wieder in der Erfolgsspur - HSV gewinnt in Frankfurt
Mit einem 2-1 Sieg in Frankfurt kehrt der HSV nach 3 Auswärtsniederlagen in Folge wieder zurück in die Erfolgsspur. Nach der Niederlage im UEFA-Cup gegen Thun stand für die Hamburger Wiedergutmachung auf dem Programm und nachdem Bremen und Schalke ihr Spiele am Samstag gewonnen hatten, auch unter Zugzwang. Die Doll-Truppe begann wie die Feuerwehr. Besonders der in der Kritik stehende Barbarez zeigte sich deutlich verbessert. Und nach wenigen Minuten hätte der Frankfurter Vososki bereits die rote Karte erhalten müssen. Barbarez wird von Takahara auf die Reise geschickt doch vor dem Strafraum klar gefoult. Doch der sonst gute Schiri Fleischer entschied auf Foulspiel durch Barbarez. Frankfurt kam in den ersten 30 Minuten gar nicht ins Spiel. So verwundert es auch nicht, daß der HSV in der 20. Minute durch Trochowski nach Vorlage Barbarez mit 1-0 in Führung ging. Die Hessen fanden Offensiv nicht statt, die Hamburger kontrollieren die Partie. In der Folge bleiben Torchanchen aber Mangelware. Vor der Pause kommen die Hausherren aber besser ins Spiel und in der 43. Minute glücklich durch den Ex-HSV Meier zum 1-1 Ausgleich. Sein Kopfball wird durch van Buyten unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Nach der Pause gelignt Frankfurt der bessere Start, doch die Hamburger halten dagegen. In der 51. Minute dann die erneute Führung des HSV. Nigel de Jong spielt eine Ball hoch in den Frankfurter Strafraum, Trochowski legt quer auf van Buyten und der läßt Nikolov im Frankfurter Tor keine Abwehrchance. Die Hamburger beschränken sich fort an auf die Abwehr, Frankfurt drängt auf den Ausgleich, bleibt vor dem Tor aber zu harmlos. Der HSV bring den knappen Vorsprung über die Zeit und gewinnt etwas glücklich aber nicht unverdient mit 2-1 und rückt wieder vor auf den 2. Tabellenplatz.
Arbeitssieg gegen Mainz
Nach der Niederlage in Hannover wollte Trainer Doll eine Reaktion seiner Mannschaft sehen und so beginnt der HSV engagiert und kann durch Mahdavikia bereits in der 6. Minute mit 1-0 in Führung gehen. Mainz, harmlos im Angriff, steht von Anfang an unter Druck und der HSV bestimmt das Spiel, ohne jedoch zu klaren Torchancen zu kommen. Die Hamburger Hintermannschaft steht bedingt durch die Rückkehr von Rafael Wicky auf die zentrale defensive Mittelfeldposition sicher aber der Spielaufbau ist zu statisch und langsam. So plätschert die nicht gerade auf hohem Niveau stehenden Partie so vor sich hin. Mainz taucht nur gelegentlich vor Wächters Tor auf, ohne jedoch gefährlich zu werden. Lediglich Pekovic hat in der 37. Minute eine gute Einschußchance, doch er zieht übers Tor. Die 2. Halbzeit verlief ähnlich der ersten. Der HSV war spielbestimmend konnte seine Spitzen Lauth und Barbarez jedoch selten in Szene setzen. Besonders Barabrez war wie bereits in Hannover schwach, während Benny Lauth zumindest 2 Torchancen hatte, diese jedoch nicht nutzen konnte. Besonders in der 66. Minute erregte der nicht immer sichere Schiri Weiner die Gemüter der Zuschauer, als er einen möglichen Foul-Elfmeter für Lauth nicht gab. Als dann in der 80. Minute Takahara den Ball nach einer Ecke ins Tor befördert, dachten zunächst alle, daß dies das 2-0 war, doch Schir Weiner pfiff Takahara zurück. Der Japaner soll Mainz Torwart Wetklo im 5-Meter-Raum behindert haben - eine Fehlentscheidung !!! So gewinnt der HSV ein schwache Partie am Ende verdient mit 1-0, konnte spielerisch jedoch nicht gerade überzeugen, klettert aber, bedingt durch eine 0-2 Heimpleite der Bremer, auf den 2. Tabellenplatz
Erneute Auswärtspleite - 2-1 Niederlage bei Angstgegner Hannover
Wie Doll gefordert hatte, stand der HSV in der Defensive kompakt, agierte diszipliniert und ballsicher, während Hannover gehörigen Respekt vor dem Tabellendritten zu haben schien. Rückkehrer Thimothee Atouba sorgte wie gewünscht für mehr Stabilität.
Bis zum gegnerischen Strafraum schoben sich die HSV-Profis den Ball fast nach Belieben zu, aber in dieser 25minütigen Demonstration versäumten sie es, sich Torchancen zu erspielen. Wie schon bei der 1:2-Niederlage in Nürnberg. Nur bei Standards wurde es gefährlich: Bereits in der sechsten Minute hätte Daniel van Buyten freistehend nach Vorlage von Mehdi Mahdavikia einschießen können, ja müssen, aber er den Ball nicht richtig. Auffällig, wie häufig versucht wurde, Ailton in Szene zu setzen - und wie häufig beim Brasilianer Endstation der Offensivbemühungen war. Und dann das: Nach einem Zusammenprall mit Balitsch mußte Ailton nach 29 Minuten ausgewechselt werden. Die Diagnose im Krankenhaus: Bruch des Unterkiefers. Ailton fällt mindestens sechs Wochen lang aus.
Für ihn kam Naohiro Takahara ( der erneut völlig ungefährlich blieb) - eine Backpfeife für Benjamin Lauth, der gegen Bielefeld aufsteigende Form gezeigt hatte. Der Spielfluß jedoch war dahin, und 96 kam durch Yankov nach einem van-Buyten-Fehlpaß zum ersten Torschuß (42.). Fahrlässig, wie leichtfertig die Hamburger ihre Überlegenheit gegen die schwachen Gastgeber ungenutzt ließen - und das rächte sich direkt nach Wiederanpfiff. Nach einer Stajner-Ecke köpfte Zuraw am langen Pfosten zum 1:0 ein, Sergej Barbarez kam zu spät. Hannovers 15. Tor nach einer Standardsituation - die Nummer eins der Liga. Und für den HSV der Anfang vom Ende. Nichts ging mehr, das Spiel nach vorn war nur brotlose Kunst - eine Enttäuschung. Die Harmlosigkeit im HSV-Angriff hat sich nicht gelegt. Einzige Torchance: Nach einem Mahdavikia-Eckstoß kam Atouba zum Kopfball, doch der Ball flog um Zentimeter am 96-Torwinkel vorbei ins Aus (67.). Die nächste Enttäuschung folgte: Hashemian, ehemaliger HSV-Stürmer, tanzte Landsmann Mehdi Mahdavikia aus, schoß aus 18 Metern ins lange Eck, 2:0 (71.).
Hoffnung keimte für den HSV auf, als Sergej Barbarez in der 81. Minute nach Jarolim-Flanke zum 1:2-Anschluß einköpfte. Und es folgte ein dramatischer Schlußspurt des HSV, aber der Ausgleich viel nicht mehr. Also nichts mit einem Sieg bei Angstgegner Hannover. Im Gegenteil: Spiel der HSV weiterhin so schwach und harmlos, droht der Verlust des 3. Tabellenplatzes. Zumal mit Ailton (Kieferbruch) und Beinlich (Muskelfaserriss) zwei wichtige Spieler für 6-8 bzw 2 Wochen ausfallen und der HSV-Sturm weiterhin ein laues Lüftchen ist und wohl auch bleibt. Jetzt ist Trainer Doll gefordert !!!
Glücklicher Heimsieg gegen Bielefeld
Nach der Auswärtspleite in Nürnberg wollte die Doll-Truppe gegen Bielefeld Wiedergutmachung betreiben. Doch bis auf das Ergebnis war dem Kick nicht viel positives abzugewinnen. Äußers glücklich war der 2-1 Sieg. Bielefeld war das spielerisch bessere Team und hatte die besseren Torchancen. Die Abwehr des HSV und hier besonders Boulahrouz waren erneut indisponiert und vielen durch viele, teils überharte Fouls auf. In der ersten Halbzeit waren lediglich zwei Torschüsse zu verzeichnen, Bielefeld hatte hingegen die Partie gut im Griff und ging verdient in Führung. Nach der Pause kam der HSV zwar besser in Spiel, doch Torchancen waren weiterhin Mangelware. So war der Ausgleichstreffer durch Trochowski auch eher eine verunglückte Flanke, als ein bewußter Torschuß - aber egal, es stand endlich 1-1 und die Truppe fand jetzt auch besser ins Spiel. Doch Bielefeld war nicht geschockt und spielte weiter munter nach vorne, konnte die sich bietenden Chancen aber nicht nutzen. Anders der HSV. Madavikia konnte sich endlich einmal auf der rechten Seite durchsetzen, spielt auf Barbarez und dieser knallt den Ball aus 16 Metern in die Maschen. Doll reagier auf die Führung und nimmt den nicht überzeugenden Ailton für Klingbeil vom Platz und verstärkt die Abwehr. Wicky rückt ins Mittelfeld und plötzlich läuft das Spiel. Bielefeld findet kaum noch statt und der HSV kontrolliert jetzt die Partie. Am Ende gewinnt die Doll-Truppe etwas glücklich, die Abwehr steht zur Zeit nicht so sicher, wie noch in der Hinrunde, Atouba und Demel werden vermisst, Boula ist noch nicht wieder in gewohnt sicherer Form. Im Mittelfeld ist Wicky besser aufgehoben, als auf der Verteidigerposition. de Jong muß noch ins Hamburger Spiel finden und Van der Vaart wird besonders im Spielaufbau vermisst. Und der Sturm ist trotz der Verpflichtung von Ailton ein Ein-Mann-Strum namens Barbarez. Ailton hatte mit lediglich 13 Ballkontakten, fast ebenso vielen Abseitsstellungen und keinem Torschuß kaum am Spiel teilgenommen. Takahara fand nicht statt und wurde zur Halbzeit zu recht durch den agileren Lauth ersetzt. Und so ist es kaum verwunderlich, daß kein Stürmer einen Torschuß abgab. Viel Arbeit für Trainer Doll und sein Stab.
Zum Rückrundenstart erste Auswärtsniederlage
In der letzten Woche vor Beginn des Rückrundenstarts hat der HSV auf dem Transfermarktnoch einmal so richtig zugeschlagen. Neben Ailton wurde auch der holländische Nationalspieler Nigel de Jong verpflichtet. Gerade einmal 2 Tage in Hamburg wurden beide Spieler von Trainer Doll in Nürnberg von Anfang an aufgeboten. Der HSV bestimmte von Anfang an die Partie, ohne jedoch zu überzeugen. Nürnberg war nervös und mußte bereits nach 5 Minuten den Ausfall vom gerade genesenen Mintal verkraften. Die Partie war ruppig und zerfahren, Torchancen waren Mangelware. Jarolim erzielte ein Abseitstor und Takahara scheiterte an Nürnbergs Torwart Schäfer. Die Franken kamen besser aus der Pause und hatten die ersten Torchancen. Der HSV geriet zunehmend unter Druck und verloren den Faden. In der 64.Minute dann doch überraschend die Führung für den HSV durch ein Eigentor der Franken. Nürnberg war nicht geschockt und konnte bereits drei Minuten später durch einen abgefälschten Schuß ausgleichen. Nachdem der grippegeschwächte Kiesling in der 73, Minute dann auch noch der Führungstreffer für den 1.FCN gelingt, war der HSV erstmals in der Saison auswärts auf der Verliererstraße. Doll brachte zwar noch Lauth für Klingbeil doch außer einem Schuß in der Nachspielzeit sprang für zweikampf- und spielschwache Hamburger nichts raus. Nürnberg gewinnt verdient und der HSV ist auf den Boden der Bundesliga zurück. Im Nachhinein war der Einsatz von de Jong (gerade mal 2 Tage in Hamburg) und Ailton wohl ein Fehler. Beide Neuzugänge blieben bei der 1:2 (0:0)-Niederlage in Nürnberg weit hinter den hohen Erwartungen zurück. Ailton hatte die wenigsten Ballkontakte aller 22 Akteure und de Jong fiel überwiegend durch übertriebene Harte auf. HSV-Trainer Thomas Doll war dennoch nicht unzufrieden. "De Jong und Ailton haben sich gut bewegt und versucht, ihr Spiel zu machen, dass wir auch erfolgreich sind. Aber man sieht, sie brauchen noch ein bisschen Zeit. Wir wissen aber, dass wir Qualität verpflichtet haben”. Freilich haben die beiden Neuen nicht die alleinige Schuld an der Niederlange, Trainer Doll muß sich jedoch fragen lassen, warum er ohne Not die erfolgreiche Elf personell geändert und Wicky auf die Bank gesetzt hat. Es war offensichtlich, daß die starke HSV-Defensive so ihre Schwächen hatte und so viele Torchancen wie lange nicht mehr zu ließ.
Hinrunde ohne Auswärts-Pleite, 1-1 in Bremen
Jo, das war mal wieder ein richtiges Derby !!! Volle Hütte, dank 1000der HSVer, gute aber leider etwas unfreundliche Stimmung und dann den Fischköppen auch noch einen Punkt genommen und im Norden weiterhin die Nummer 1 !!!
Nach unser grandiosen Weihnachtsfeier mit Ehrengast Hermann Rieger !!! Sind ein Dutzend unser Mitglieder zum letzten Auswärtsspiel der Hinrunde nach Bremen gefahren. Die Stimmung war gut und siegesgewiss ging zunächst Richtung Hamburg. Dort mußten wir leider feststellen, daß wir die CD-Tasche im Zug vergessen hatten (keine Panik: die CD sind mittlerweile wieder aufgetaucht). Feucht-fröhlich ging es dennoch weiter Richtung Fischkoppland. In Bremen waren wie immer die Schließfächer knapp aber die überraschenderweise netten noch immer in Grün gekleideten Polizeibeamten meinten, daß wir die Sachen auch noch im Stadion abgeben könnten. Also gab`s erst einmal was zur Stärkung, bevor wir uns auf den Weg Richtung Betonschüssel machten. Dort war Chaos angesagt. Hunderte von HSV-Fans standen dichtgedrängt vor 3 Einlässen. Personenkontrollen fanden kaum noch statt aber wir wurden unsere Taschen, wie vor Jahren schon, im Stadion los.
Dichtgedrängt stehend erwarteten wir den Anpfiff. Doch das Spiel nahm nicht den erhofften Verlauf. Von Beginn an sah sich der HSV in die Defensive gedrängt und Torwart Kischstein war unter Dauerbeschuß. Doch weder Klose, Valdez, Micoud oder Frings konnten den HSV-Keeper überwinden. Dies erledigte Kischstein dann in der 39. Minute fast selber. Einen langen Pass auf Klose hätte Kirsche nur aufnehmen brauchen, wollte den Ball aber in Aus laufen lassen. Klose erkennt dies, geht dazwischen und wird von Torwart gefoult. Der schwache Schiri Florian Meyer gibt Elfmeter, hätte Kischstein aber auch noch die Rote Karte zeigen müssen, da dieser letzter Mann war. Der Franzmann auf Seiten der Bremen tritt an, doch Kirsche kann seinen Fehler wieder ausbügeln und hält den Elfer. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff dann doch noch, die nicht unverdiente Führung für die Hausherren. Einen zu unrecht gegebenen Freistoß am rechten Strafraumeck kann Micoud direkt verwandelt. Van Buyten kann mit dem Kopf nicht mehr klären und auch Kischstein sieht nicht gut aus. In den zweiten 45 Minuten kommt der HSV immer besser ins Spiel, nachdem die Doll-Truppe in der ersten Halbzeit fast nichts in der Offensive zu Stande gebracht hat. Doch zunächst mußte Kirschstein gegen Frings retten, nachdem Jarolim als letzter Mann den Ball verloren hat. Der HSV kam zusehens besser ins Spiel konnte sich Chancen erarbeiten, ohne sie jedoch zu nutzen. Trainer Doll wechselt in der 66. Minute dann Takahara und Kucukovic für Trochowski und denn völlig enttäuschenden Lauth ein. Und nur eine Minute später zeichneten diese beiden Neuen für den Ausgleich verantwortlich: Mahdavikia schickte Takahara auf dem rechten Flügel, der Japaner spielte nach innen zu Kucukovic, der aus fünf Metern traf. Das erste Bundesligator für Mucki !!! Gegen Ende der Partie schwanden die Kräfte, der HSV hatte in der 88.Minute aber noch die Chance zum Siegtreffer, Wicky tankte sich durch drei Bremer durch und tauchte allein vor Reinke auf, der Keeper klärte aber mit der Fußspitze. Ende, aus und vorbei. Endstand 1-1. Auswärts weiter ungeschlagen und im Norden weiterhin die Nummer 1 !!!
Die Rückfahrt war dann genauso turbulent wie das Spiel. Da wir den letzten Zug Richtung Westerland bekommen mußten, wollten wir mit den EC von Bremen nach Hamburg fahren. Wir hatte eine Gruppenfahrkarte mit Platztreservierung, doch leider Gottes hatte es eine Person nicht geschafft, den Zug rechtzeitig zu erreichen. So saßen wir mit 10 Mann im EC ohne Fahrschein,da sich dieser noch im Bremen befand. Diplomatie war angesagt und dank eines “DU HAST DIE HAARE SCHÖN” und einiger Überredungskunst konnten wir die Fahrt auch ohne Ticket machen. In Hamburg sollte es dann mit der Regionalbahn weiter nach Elmshorn gehen. Doch leider hatte der Zug aus unerklärlichen, weil nicht angezeigten Gründen, 15 Minuten Verspätung. Somit konnten wir unseren Zug Richtung Westerland nicht mehr bekommen und durften in Elmshorn 55 Minuten auf den letzten Zug nach Husum warten. Ein Gutes hatte der verpaßte Zug dann doch noch - zumindest für unseren Nachzügler - er brauchte die Heimfahrt nicht alleine antreten. Von Husum aus mußten wir dann mit Taxi nach Niebüll fahren, wo wir gegen 1.30 Uhr ankamen.
Mal wieder Rot bei Hamburg vs Berlin
Ein Tag nach dem abgebrochenen Lotto&Pape-Konzert im Niebüller Sharky`s mußte der HSV zum letzten Bundesliga-Heimspiel des Jahres gegen Berlin ran. Auf der Hintour stand jedoch nicht das Spiel, sondern die Vorfälle während des Konzertes im Vordergrund. Bereits in der Nacht hatten einigen von uns beschlossen, ein Transparent im Stadion aufzuhängen, auf dem unsere Entschuldigung zu lesen sein sollte. So wurden alte Bettlaken zusammengenäht und dann im Zug mit dem Schriftzug “Niebüll sagt sorry” versehen. Das Transparent wurde dann während der Mannschaftsvorstellung durch Lotto im Stadion vom B-Rang aus gezeigt. Lotto und Pape haben unsere Entschuldigung mit Hutziehen und Verbeugung angenommen. Ich möchte an dieser Stelle nur noch eines erwähnen: Es war keiner von uns !! Der die Bierflasche im Sharky`s geworfen hat, doch es war uns ein Bedürfnis, unser Missfallen und unsere Entschuldigung zum Ausdruck zu bringen.
Zum Spiel: Der HSV begann wie die Feuerwehr. Nach 2 Minuten trifft Mpenza, der eines seiner besten Spiele im HSV-Dress absolvierte, bereits die Latte. Den anschließenden Eckball befördert van Burik ins eigene Tor. Hertha wusste noch gar nicht so recht, wie ihr geschah, da war Mpenza nach Pass von Barbarez erneut durch, van Burik brachte den Belgier im Strafraum zu Fall. Elfmeter. Schiedrichter Dr. Markus Merk zeigte dem Hertha-Verteidiger nur Gelb, obwohl er letzter Mann war. Mahdavikia verwandelte den fälligen Strafstoß mit rechts ins linke untere Eck (8.). Van Burik verletzte sich bei dem Foul, zog sich einen Muskelfaserriss zu und wurde durch Chahed ersetzt. Der HSV machte weiter Druck, überzeugte mit schnellem und kombinationssicherem Spiel. Die Berliner dagegen taten sich enorm schwer, ins Spiel zu finden. Die Doll-Elf stellte hinten die Räume geschickt zu, ließ keinen Spielfluss bei den Gästen aufkommen. Zudem leistete sich Hertha zu viele Abstimmungsprobleme und Abspielfehler. Nach über einer halben Stunde gab es die erste Chance für Hertha, doch Pantelic schoss einen direkten Freistoß aus 19 Metern direkt in die Mauer. Der HSV war auch in der Folge klar tonangebend, gewann die Mehrzahl an Zweikämpfen und war im Mittelfeld präsenter. Vor allem Barbarez war Dreh- und Angelpunkt im Aufbauspiel der Hanseaten. Allerdings spielten die Gastgeber ihre Angriffe nicht mehr mit der gebotenen Konsequenz zu Ende, so dass Torchancen ausblieben. Und diese Inkonsequenz hätte sich vor der Pause noch fast gerächt: Friedrich brachte eine Flanke von der rechten Eckfahne weit nach innen zum völlig freistehenden Pantelic, der aber aus sechs Metern unbedrängt über das HSV-Gehäuse köpfte. Der Mann trifft zum Glück nicht auswärts. In der 2. Halbzeit verlegte sich der HSV auf Ergebnisverwaltung. In der 52.Minute sieht der bis dahin völlig untergetauchte Marcelinho nach einem Zweikampf mit Lauth wegen Nachschlagen die Gelb/Rote Karte. Der HSV war nur noch auf Ergebnishalten bedacht und dass sollte sich in der 76.Minute rächen. Bastürk wurde 30 Meter vor dem Tor nicht richtig angegriffen, läuft einige Schritte mit dem Ball und schießt dann flach in linke Eck. Kirschstein fällt wie eine Bahnschranke und läßt den Ball unter sich hindurch ins Tor trudeln. Der Anschlußtreffer läßt bei den Berlinern noch einmal Hoffnung aufkommen. Der HSV war um Orientierung bemüht, verlor selbige nun aber immer öfter. Mit einem Mann in Überzahl sahen sich die Hanseaten an den eigenen Strafraum gefesselt. Den Berlinern schwanden aber die Kräfte und der HSV kam noch zu einigen Distanzschüssen (Trochowski, Beinlich, Ziegler) aber zu keinem Treffer mehr. Somit gewann die Doll-Truppe nach schwächerer 2. Halbzeit am Ende zwar verdient aber auch ein wenig glücklich mit 2-1. Ein Wort noch zu Berlins Pantelic und Hamburgs Atouba: Der Berliner Angreifer mußte sich im falschen Film vorkommen. Stehts bemüht ein Tor zu erzielen vergab er beste Einschußmöglichkeiten und wurde dann auch noch ein ums andere mal von Atouba fußballerisch verarscht. Kurz um - nicht sein Tag.
Heimsieg gegen Duisburg
Souveräner und hochverdienter Sieg gegen die Duisburger, die im ganzen Spiel keine einzige Chance hatten. Vor allem Benjamin Lauth kann sich freuen. Nach dem Tor im UEFA-Cup traf er endlich auch in der Bundesliga. Negativ ist einzig die Chancenverwertung, der HSV hätte viel höher gewinnen müssen. Positiv dagegen ist, dass endlich die Stürmer wieder treffen und die Mannschaft Anschluss zur Spitze hält und den Vorsprung auf den Tabellenvierten Schalke auf 6 Punkte ausgebaut hat. Erstaunlich auch, daß an einem Sonntagabend über 51.000 Zuschauer den Weg in die AOL-Arena gefunden haben, der HSV zieht die Massen an.
1. Niederlage der Saison
Jetzt war es so weit !! Nach 19 Pflichtspielen ohne Niederlage verliert der HSV ausgerechten das Nordderby in der ausverkauften AOL-Arena gegen den VfL Wolfsburg mit 0-1.
Es hätte die erste Tabellenführung nach 1999 sein können - doch es endete mit einer ernüchternden Niederlage und was vielleicht noch schlimmer werden könnte, mit Sperren für einige HSV-Spieler. Doch beginnen wir am Anfang: Die Vorzeichen waren gut. Kapitän van Buyten wurde rechtzeitig zum Spiel wieder fit. Das Wetter war hervorragend, das Stadion ausverkeuft (55.800 Zuschauer) und die Holsten-Brauerei hat die versprochenen 15.000 Liter Bier bereitgestellt. es fehlte nur noch ein Sieg gegen Wolfsburg - aber... Beide Teams begannen verhalten, so daß sich in der ersten 1/4 Stunde nichts ereignete, lediglich van der Vaart wurde bereits nach 2 Minuten schwer gefoult und mußte minutenlang Behandelt werden. Schiri Stark hätte bereits zu beginn des Spiels die harte Gangart der Gäste energischer unterbinden müssen, tat die aber zum Leitwesen der Hamburger nicht. Die erste richtige Torchance nutzen die Wolfsburger dann in der 19. Minute zur Führung. Boulahrouz vertendelt den Ball in der eigenen Hälfte, Quiroga zieht aus 20 Metern ab, trifft die Latte und der völlig freistehende Klimowicz köpft den Abpraller zum 0-1 ein. Der HSV ist geschockt und findet in der 1. Halbzeit überhaupt nicht zu seinem Spiel. In der 35. Minute die erste Torchance der Gastgeber durch einen Kopfball von Demel. Die Wolfsburger waren dem 2-0 näher als der HSV dem Ausgleich. So mußte Wächter in der 41. Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Lediglich Lauth hatte noch 2 Möglichkeiten, doch der Angreifer ließ sich einmal den Ball vor`m Strafraum abnehmen und spitzelte ein weiteres mal knapp am Gehäuse vorbei. In der 2. Halbzeit das gleiche Bild. Der HSV fand kein Mittel gegen die sicher stehende Wolfsburger Abwehr, im Gegenteil. Der VfL hatte so einige Chancen, die Führung zu erhöhen, vergab diese zum Glück fahrlässig. Trainer Doll verstärkte die Offensive durch Mahadvikia, Takahara und Mpenza aber ohne nennenswerten Erfolg. Es blieb Stückwerk, was der HSV heute zu Stande brachte. Barbarez ein Totalausfall, van der Vaart nicht effektiv und die Stürmer Lauth, Mpenza und Takahara hatten nicht eine einzige Chance. Lediglich ein Schuß durch Jarolim (81. Minute) und ein Fallrückzieher durch van der Vaart konnte man als Chancen verbuchen. Die Wolfsburger brachten die Partie und die knappe Führung über die Zeit und gewinnen nicht einmal unverdient in Hamburg. Der HSV hätte Tabellenführer werden können, da sich Schalke und München 1-1 trennten, doch der Druck war wohl zu groß und nach der Länderspielpause fehlte einigen HSV-Akteuren die Frische. So kassiert Dolls Truppe nach 19 Spielen die erste Niederlage.
Unmittelbar nach dem Abpfiff entluden sich die Emotionen. David Jarolim steht mit Bojan Neziri Nase an Nase, van der Vaart kommt hinzu, schubst den Wolfsburger. Maik Franz schaltet sich ein, schubst wiederum den HSV-Regisseur - Rudelbildung. Wolfsburgs Trainer Holger Fach - was hat der auf dem Platz zu suchen - packt van der Vaart im Nacken, van Buyten stößt den VfL-Trainer weg und Guy Demel schlägt Richtung Franz. Schiri Stark zeigt anschließend van der Vaart und dem Wolfsburger Franz die rote Karte, hat aber die Tätigkeiten von Demel und van Buyten so wie Trainer Fach übersehen. Der DFB-Kontrollausschuß wird sich mit den Geschehnissen befassen, zumal Schiri Stark einen Sonderbericht verfassen wird.
4. Auswärtsspiel - 4. Sieg
ODER nach 1996 mal wieder ein Sieg auf dem Betzenberg. 3 Tage nach dem UEFA-Cup-Spiel in Kopenhagen muß der HSV in K`Lautern antreten. Es war nichts zu spüren von Müdigkeit. Der HSV beginnt verhalten, hat die Partie aber von Anfang an unter Kontrolle. Die erste Chance hatte Barbarez in der 17. Minute, doch sein Kopfball wird von Riedl auf der Linie geklärt. Lautern fand überhaupt nicht statt. Der HSV erspielte sich Torchance um Torchance lediglich FCK-Schlußmann Macho verhinderte das 0-1. Doch in der 36. Minute war es dann soweit. Barbarez legte das Leder gekonnt auf van der Vaart ab und der Niederländer netzte mit einem Flachschuss aus 18 Metern ein. Kurz vor der Pause wäre der Hamburger Spielmacher fast wieder erfolgreich gewesen, sein Freistoß-Schlenzer ging aber über das Tor (45.Min). In der 2. Halbzeit das gleiche Spiel. Der HSV wie im Training ließ Ball und Gegner laufen und kann in der 50. Minute auf 2-0 erhöhen. Van der Vaart hatte an der Mittellinie das Leder bekommen und schickte Barbarez mit einem sehenswerten Pass durch die Gasse auf Reise. Der Bosnier konnte den Ball kurz annehmen und vollendete mit einem Flachschuss ins kurze Eck. Lautern völlig neben der Spur verliert in der 65. Minute Blank nach Foul an van der Vaart durch gelb-rot. Der HSV läßt nicht locker und van der Vaart erzielt in der 82.Minute den 3-0 Endstand. Der HSV war in allen Belangen überlegen, spielte die Hausherren zum Schluß förmlich an die Wand und hätte bei besserer Chancenauswertung wesentlich höher gewinnen können.
UEFA-Cup Drama in Kopenhagen
Was für eine Tour !!! Irgendwie war alles fast zu spät. Zunächst kommen wir wegen eines Staus fast zu spät, dann kommt der Siegtreffer fast zu spät (90 +2 Minute) und dann kommen wir erst nach Mitternacht aus Kopenhagen los, sind gegen 5.45 Uhr erst wieder in Niebüll. Aber zum Glück war es halt nur FAST. - Der Reihe nach.
Um 13.30 Uhr sollte es in Niebüll los gehen, das Unternehmen Gruppenphase. Als dann alle da waren und die Fahrt gen Kopenhagen starten konnte, war es bereits 13.50 Uhr. Macht nichts, wir haben ja reichlich Zeit. Die letzten steigen dann in Leck und Handewitt zu. Der Bus ist voll und die Party beginnt. Mit reichlich Verpflegung geht`s Richtung dänische Grenze, an der wir dann auch schon von der Polizei und BGS erwartet werden. Alle Pässe wurden eingesammelt und so dauerte es doch einige Zeit bis die Tour weitergehen konnte. Egal !! Füße vertreten und schiffen... Wir haben ja reichlich Zeit. In Odense das nächste “Hindernis”. Auf der Autobahn ist ein LKW umgekippt und verursachte so einen kilometerlangen Stau. Also war warten und “stop and go” angesagt. Da die Bordtoilette bereits voll war !!! erleichterten sich einige neben der Autobahn. So langsam wurde die Zeit nun aber knapp. Anstoß sollte um 21.00 Uhr sein, doch wir sind noch Kilometer von Kopenhagen entfernt. Kurz um, wir erreichen das Stadion kurz nach Anpfiff. Also nichts wie rein in die Hütte. Zum Glück haben wir aber nichts verpasst. Irgendwie erinnerte das Spiel an die Partie in Hamburg. Der HSV im Vorwärtsgang und Kopenhagen mit zwei Viererketten vor dem eigenen Strafraum. Wie im Hinspiel war kaum ein Durchkommen. So waren Torchancen Mangelware. Beinlich (8.Min), van der Vaart (30.Min) hatten die ersten kleineren Chancen. In der 36. Minute hätte Barbarez dann das 0-1 machen müssen, doch der Bosnier drosch aus vier Metern übers Tor. Kopenhagen blieb verhalten und hatte lediglich in der 40 Minute eine Torchance durch Fredgaard. Halbzeit. Auch die zweite Spielhälfte begann ähnlich, Boulahrouz und van Buyten spielten sich die Bälle zu und fanden keine Anspielstationen. Als es dann doch mal schnell ging, rissen in die dänische Abwehr gleich Lücken. Barbarez spielte den an der linken Strafraumgrenze stehenden Beinlich an, der mustergültig für Mpenza auflegte. Der Belgier scheiterte jedoch an Christiansen (52.Min). Wenig später die erneute Chance zur Führung, als Wicky Fredgaard den Ball an die Hand schoss und der schwache Schiedsrichter Matthew Messias auf Handelfmeter entschied. Barabarez trat an, platzierte den Elfmeter nicht gut genug und Christiansen konnte ihn aus der rechten Ecke holen (57.Min). Danach wurde das Spiel sowohl hektischer als auch offener geführt. So stand Alvaro nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld plötzlich völlig frei am Fünfmeterraum, den Schuss in die kurze Ecke konnte Wächter gerade noch abwehren (73.Min). In der hektischen Schlussphase sieht Boulahrouz für ein Foul an der Mittelfeldlinie die gelb-rote Karte (84.Min), der HSV in Unterzahl und nur noch wenige Minuten zu spielen. Plötzlich hat Silberbauer für Kopenhagen die Chance zum Führungstor, der Fuß eines Abwehrspielers lenkte den Ball aber zur Ecke (88.Min). 4 Minuten Nachspielzeit werden angezeigt. Die Kopenhagener Fans skalieren schon ihr Weiterkommen im UEFA-Cup, doch der Schiri, der bereits zwei klare Elfmeter für den HSV nicht gepfiffen hat, zeigt in der 91. Minute nach einem vermeintlichen Handspiel durch Silberbauer auf den Elfmeterpunkt. Van der Vaart tritt an und verwandelt in der 92. Minute zum 0-1. Sieg !! Anschließend sehen Möller und Silberbauer noch die gelb-rote bzw. die rote Karte. Der HSV ist in letzter Minute noch in die Gruppenphase des UEFA-Cups eingezogen. Die HSV-Fans, die die gesamte Nordtribüne des Stadions füllten (5000-6000 HSVer), feierte minutenlang (ca. 45 Minuten) sich und ihre Mannschaft, die bis zur letzten Minute um den Sieg gekämpft hat und verdient weitergekommen ist. Dann ging`s langsam wieder zu Bus. Oder besser, wir suchten ihn erst einmal auf einem Sportfeld nahe des Stadions. Im Bus dann eine unangenehme Überraschung: Irgend jemand hat seinen Magen auf dem Fußboden der letzen Reihe entleert - sprich gekotzt. Der Schuldige konnte natürlich nicht ermittelt werden, obwohl dringender Tatverdacht bestanden hat. Egal; es stank so oder so !! An dieser Stelle vielen Dank an die entsprechende Person, hättest den Dreck wenigstens weg machen können. Die Abfahrt verzögerte sich dann auch noch, da eine Person vermißt wurde. Also alle raus und suchen. Zum Glück wurde sie recht schnell gefunden und es ging kurz nach Mitternacht los (wir waren die letzten !!). Auf der Fahrt wurde noch richtig Party gemacht und fast alle haben dann noch so richtig Gas gegeben. Es gab ja auch was zu feiern. Der HSV nach Jahren mal wieder so richtig im internationalen Geschäft. Auch wenn wir es FAST nicht geschafft hätten - aber nur fast. Denn der Ball ist rund und ein Spiel dauert dann doch hin und wieder länger als 90 Minuten. Also auf zur nächsten UEFA-Cup-Gala....
Jaaaaa -- Es ist geschafft, die Ba.... sind geschlagen
Sie können es doch noch !!!! Nach 9 Jahren und 7 Monaten gewinnt der HSV mal wieder ein Heimspiel gegen Bayern München, macht die Bundesliga wieder spannend und sich selbst zum Bayern-Jäger...
55.800 Zuschauer in der ausverkauften AOL-Arena sahen einen HSV, so stark wie lange nicht mehr. Von Beginn an leißen die Jungs keinen Zweifel aufkommen, wer hier heute als Sieger vom Platz geht. Bereits in der 10. Minute stellt Rafael van der Vaart die Zeichen auf Sieg. Ein durch Karimi abgefälschter Pass landet beim Holländer und dieser überwindet Nationaltorwart Kahn aus 14 Metern zum 1-0 für den HSV. Von da an spielte nur noch eine Mannschaft. Klever und in bester “Bayern Manier” wurde der Gegner gestellt, bespielt und kam zu keinerlei Torchancen. Ein Ballack-Freistoß - den Wächter klasse gehalten hat - und ein langer Ball auf Topstürmer Makaay, war die magere Ausbeute der Bayern-Offensive. Die Abwehr des HSV stand bombenfest. Zwar kaum auch der HSV nicht gerade zu Großchancen, doch bestimmten sie die Partie und hatten das Spiel jederzeit im Griff. In der 2. Halbzeit wechselte Magath Schweinsteiger, Scholl und Guerrerokamen ein, die Münchner kamen zwar besser in die Partie, ohne jedoch gefährlich vor Wächters Tor zu kommen. Im Gegenteil... Der HSV hatte die besseren Chancen. So mußte sich Kahn bei einem Lauth-Schuß lang machen und Trochowski traf das Außennetz. In der 62. Minute dann die Endscheidung: Trochowski spielt mit Barbarez einen Doppelpaß, läßt Lucio einfach stehen und haut die Ball aus 16 Metern unhaldbar unter die Latte. Der Jubel kannte keine Grenzen. das Stadion tobte. War die Stimmung ob des guten HSV-Spiels schon klasse, so schabbte sie jetzt über. Die AOL-Arena ein Tollhaus. Der Rest war feiern. Die Münchner waren geschlagen, hatten durch einen Ze Roberto-Freistoß und Lucio zwar noch zwei Chancen aber der HSV ließ nichts mehr anbrennen und gewinnt völlig verdient gegen den FC Bayern M.
Glückliches 2-1 in Stuttgart
So wird man Meister, würden die Bayern sagen. Nicht gut gespielt aber am ende doch gewonnen und in zwei Wochen fragt eh keiner mehr wie der Sieg zu Stande gekommen ist. Der HSV hat in stuttgart eine Halbzeit sich und ordentlich gespielt. Ging nicht unverdient mit 1-0 in die Pause, um dann eine zweite Halbzeit hinzulegen, die einen in alte Zeiten zurückversetzt hat. OK, auch die Schwaben waren nicht gut. Verunsichert durch die zuletzt schwachen Auftritte und dem neuen Trapattoni-System, das zu Stuttgart nun so gar nicht passt. Aber sie hatten vor allem über die von Klingbeil “verteidigte” linke Seite so einige gefährliche Torchancen. Nach der Pause erhöhte der VfB den Druck und kam zum verdienten Ausgleich. Der HSV zu passiv, mühte sich über die Zeit zu kommen. Bis zur 88. Minute. Jarolim will auf Barbarez spielen, Soldo kommt dazwischen, spielt unfreiwillig einen Doppelpass mit Jarolim, der schießt Torwart Hildebrand an, das Leder schlägt gegen Jarolims Bein und fliegt über den VfB-Schlußmann ins Tor. 2-1 für den HSV und Ende....
Nur Unentschieden gegen Aufsteiger Frankfurt
41 Stunden nach dem ernüchternden 1-1 in UEFA-Cup gegen Kopenhagen langte es für den HSV gegen Aufsteiger Frankfurt auch nur zu einem Unentschieden. Ganz schwach oder soll man wohlwollend sagen platt, ging der HSV gegen die Hessen zu Werke. Was die 48.500 Zuschauer in der AOL-Arena geboten bekamen war Magerkost, einfach grausam. Der Sturm - mit Barbarez und Lauth - hatte den Namen nicht verdient. Aus dem Mittelfeld, mit den zuletzt starken Jarolim, Mahdavikia und van der Vaart, kam nichts. Und nachdem Kapitän van Buyten in der 85. Minute die glückliche Führung erzielt hatte, konnte die Truppe diesen Vorsprung nicht einmal über die Zeit retten. Im Gegenteil: Unter der tatkräftigen Mithilfe durch Barbarez, Ziegler und Torwart Wächter gelingt es Du-Ri Cha in der 90. Minute den völlig verdienten Ausgleich für die Frankfurter zu erzielen.
Nur 1-1 im UEFA-Cup gegen Kopenhagen
Das wird ein hartes Stück Arbeit im Rückspiel. Der dänische Tabellenführer aus Kopenhagen trotzt dem HSV vor heimischer Kulisse ein 1-1 ab und verschafft sich damit eine gute Ausgangslage für`s Rückspiel in 14 Tagen. Der HSV vergab vor 43.000 Zuschauern zahlreiche Chancen ehe van der Vaart (37.Minute) mit einem sehenswerten Hackentrick das 1-0 gelingt. Doch postwendend (40.Minute) können die Dänen ausgleichen. In der 2. Halbzeit verflacht die Partie, die Gäste haben sogar noch kurz vor Spielende die Möglichkeit zum Siegtreffer, doch sowohl ein Freistoß, als auch ein Kopfball landen an der Latte.
Zweiter Auswärtssieg in Folge
Nach dem Sieg in Bielefeld gewinnt der HSV auch sein Gastspiel in Mainz verdient mit 3-1. Die Mainzer begannen schwungvoll, doch nach rund 20 Minuten bekommt der HSV die Partie in den Griff und gehen kurz vor der Pause durch einen Wicky-Kopfball in Führung. In der 56. Minute erhöht der erneut starke Mahdavikia auf 2-0. Die Partie schien gelaufen, doch Mainz steckt nicht auf und kommt in der 69. Minute durch Ruman zum 1-2 Anschlußtreffer. Doch der HSV spielt abgeklärt und legt in der 71. Minute durch van der Vaart nach und erzielt das 3-1.
Nur Remie gegen Angstgegner Hannover
Die letzten 4 Spiele wurden gegen Hannover verloren, am Samstag sollte der erste Sieg her doch am Ende stand nur ein 1-1. Vier Tage zuvor zerschellte Valencia noch an der HSV-Abwehr-Mauer, kam über ein torloses Unentschieden nicht hinaus und der HSV zog verdient in den UEFA-Cup ein. Jetzt mußten Dolls Jungs am eigenen Leibe spüren, wie es ist, wenn sich ein Gegner vorwiegend auf die Defensive konzentriert. Die Hannoveraner, bei denen ganze 10 Spieler verletzt sind, stand sicher in der Abwehr und war durch gelegentliche Konter gefährlich. Beim HSV hatten van der Vaart, Barbarez und vor allem Lauth nicht gerade ihren besten Tag und so taten sich die Hamburg sehr schwer, gefährlich vor das von Enke gehütete Tor zu kommen. Zwar war der HSV über weite Strecken spielbestimmend, konnte sich aber kaum zwingende Torchancen erarbeiten. Überraschend ging dann Hannover durch die erste sehenswerte Angriffsaktion und dank der Mithilfe der HSV-Abwehr in der 18. Min. durch Stajner in Führung. Der HSV zeigte sich nicht geschockt und glich 4 Minuten später durch Mahdavikia zum 1-1 aus. In der 2. Halbzeit verflachte die Partie zusehens. Hamburg fand kein Mittel gegen die 96-Abwehr und falls, war immer wieder Robert Enke zur Stelle. Hannover blieb weiterhin durch Konter gefährlich, so daß auch Wächter sein Können unter Beweis stellen konnte. Kurz vor Schluß dachten dann alle an ein Happy End als Trochowski in der 88. Min. den Ball ins Tor schoß, doch der schwache Schiri Stark verweigerte wegen einer Abseitsstellung durch Kapitän van Buyten dem Tor seine Zustimmung. Somit mußten sich die rund 49.000 Zuschauer in der AOL-Arena mit dem Unentschieden begnügen. Fazit: Der HSV hat das erste Gegentor der Bundesligasaison bekommen. Die Anstrengungen der UI-Cup-Spiele sind nicht spurlos an der Mannschaft vorüber gegangen. Wenn Spieler wie van der Vaart, Barbarez und Lauth unisono nicht gerade ihren besten Tag haben, dann verfällt der HSV wieder in alte Muster und spielt ideenlos. Doch es bleibt mit 7 Punkten und dem 3. Tabellenplatz ein gelungener Saisonstart. Jetzt sind 2 Wochen Zeit, um die Akkus wieder aufzuladen und die Verletzungen (Beinlich, Mpenza) auszukurieren. Trainer Doll war mit dem Spiel und dem Ergebnis zwar unzufrieden, lobte seine Mannschaft aber für den gezeigten Einsatz. Ein Wort noch zum Schiri: Stark, eigentlich ein umsichtiger souveräner Schiri, hatte auch nicht gerade seine besten Tag. er verweigerte dem HSV zwei Elfmeter !! Und lag mit einigen seiner Entscheidungen daneben und sorgte somit für Hektik.
Gelungener Saisonauftakt gegen Nürnberg
Vor lediglich 41.877 Zuschauern bestritt der HSV seine erste Bundesligapartie der Saison 2005/05. Doch die, die gekommen sind, haben ihre Anwesenheit nicht bereut. Nürnberg war chancenlos gegen überlegene Hamburger, die mit einem Blitzstart in der 3. Minute durch Mpenza 1-0 in Führung gingen und schnell klar machten, wer hier die Partie gewinnen wird. Gelassen auf seine Chancen wartend, spiele der HSV über die gesamte Spielzeit überlegen, abgeklärt, fast cool. Nürnberg konnte sich kaum Torchancen erarbeiten, geschweige denn nutzen. Kurz vor dem Pausenpfiff konnte Barbarez mit einem schwach geschossenen Elfmeter - Jarolim wurde im Strafraum umgerissen - auf 2-0 erhöhen. In der 2. Halbzeit das gleiche Bild. Der HSV kontrollierte das Geschehen, die Nürnberger konnten einem schon fast Leid tun, so kläglich waren ihre Angriffsbemühungen. Als erneut Barbarez nach schönem Steilpass von Jarolim auf 3-0 erhöhen konnte, war die Partie entschieden und Trainer Doll konnte einige seiner Spieler für`s UI-Cup-Finale gegen Valencia schonen.
Ui-Cup-Gala gegen Valencia
55.386 Zuschauer erlebten bei Nieselregen eine wahre Fußball-Gala des HSV im UI-Cup-Finale gegen den spanischen Titelaspiranten Valencia. Einziger Wermutstropfen des Abends war die fehlende Chancenverwertung und die Hinausstellung von Sergej Barbarez (gelb/rote Karte). Dennoch: was der HSV hier bot war allen Ehren wert. Von Beginn an setzten Dolls Jungs den Gegner unter Druck. Mpenza, Reinhardt und Barbarez ließen gute Torchancen ungenutzt. Valencia, daß die Partie wohl am Anfang nicht ganz ernst nahm, kam kaum zur Entfaltung. Lediglich der Führungstreffer für den HSV wollte nicht fallen und so ging es torlos in die Halbzeitpause. In der 51. Minute dann endlich das erlösende 1-0 für die Hausherren. Barbarez nutze einen van der Vaart-Freisoß per Kopf zur verdienten Führung. In der Folge wurde die Partie ruppiger. So erhielt Reinhardt einen Ellenbogencheck durch Kluivert, der lediglich bei seiner Auswechslung auffiel. Barbarez, Jarolim und van der Vaart wurden im Minutentakt umgetreten und geschlagen. Nach einer Rangelei, in dessen Verlauf Barbarez zu Boden ging, erhielt der Bosnier und nicht dessen Gegenspieler vom schwachen Schiri Dougal die gelbe Karte. Die Partie fiel dem harten Spiel der Spanier ein wenig zum Opfer, so daß es kaum noch gute Torchancen auf beiden Seiten gab. Dennoch behielt der HSV das Geschehen im Griff, war die klar bessere Mannschaft konnte aber weiterhin kein Kapital aus seiner Überlegenheit schöpfen. Nachdem Barbarez erneut über getreten wurde, brannten dem 33jährigen die Sicherungen ein wenig durch und er stellt seinen Gegenspieler zur Reden. Dies gefiel Schiri Dougal nicht und stellte den Bosnier mit gelb/rot vom Platz. In der Folge erhöhten die Spanier den Druck auf das HSV-Tor, doch die Abwehr stand. Lediglich in der 88. Minute hatten die Hamburger Glück, als Boulahrouz auf der Linie klären konnte. In der Nachspielzeit hatte dann der eingewechselte Lauth die große Chance um auf 2-0 zu erhöhen, doch der Stürmer, gehalten am linken Arm, verzog.
Fazit: Der HSV hat gut gespielt, es lediglich verpasst sich eine bessere Ausgangssituation für das Rückspiel zu verschaffen. Das 1-0 ist ein gutes Ergebnis, ob es zum Weiterkommen langt bleibt aber abzuwarten. Dennoch; in der momentanen Verfassung fahren die Hamburger nicht chancenlos nach Spanien. Valencia wird zwar in seiner Saisonvorbereitung weiter sein als im Hinspiel aber auch der HSV kann sich in den nächsten 14 Tagen weiter einspielen und die Ausfälle von Barbarez, Demel ( 2. gelbe Karte) und Beinlich ( Muskelfaserriss) sind mit dem Kader zu ersetzen. Somit wird es im Rückspiel zu einer engen und umkämpften Partie kommen. wenn der HSV sich nicht von der unfairen Spielweise der Spanier anstecken läßt und zu seinem Spiel findet, dann ist der Einzug in den UEFA-Cup möglich.
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